Pornoheftchen für Mädchen

Erotische Magazine für Frauen Teil II

Nachdem ich vor kurzem an dieser Stelle schon ein Erotikmagazin für Frauen vorgestellt habe, folgt jetzt das zweite. „Das Jungsheft – Porno für Mädchen“ – das klingt süß und cool zugleich. Was dahinter steckt? Eine ziemlich gute Idee: Zwei Mädels haben einfach selbst gemacht, was sie bislang in der deutschen Medienlandschaft vermisst haben: Ein Magazin, ebenfalls rund um Erotik geschmückt mit ein paar Fotos nackter Männer. Deshalb müssen sie es nach deutschem Gesetz auch als Porno deklarieren. Die Nackedeis in den Magazinen sind keine Models. Sie sind Männer, die sich bereit erklärt haben sich fotografieren zu lassen oder es gleich selbst in die Hand genommen (Achtung Wortwitz!). Geld gibt es dafür keines. Und dennoch haben die beiden Mädels es geschafft, Männer für bereits 17 Hefte zu finden – immer mehrere pro Ausgabe, versteht sich. Das muss erstmal geschafft sein.

Ich habe mir gleich zwei Ausgaben bestellt: Eine aktuelle (gut, ich gebe zu, ich habe mir etwas Zeit mit dem Eintrag gelassen, von daher ist es mittlerweile nicht mehr die aktuelle Ausgabe) und eine, wo mir der Herr auf dem Cover besonders gut gefiel. Fazit: Super coole Idee, schönes schlichtes Layout, aber in der Umsetzung eben doch sehr selbst gemacht. Die Qualität der Fotos schwankt stark. Pixelige Fotos gemacht bei schlechtem Licht sind leider nicht soo sexy. Da hilft es auch nichts, wenn ein paar Seiten später wieder gute Fotos zu sehen sind. Da wären ordentlich gemachte und ästhetische Fotos von nur zwei Männern mehr wert, als Bilder von vier Kerlen. Vielleicht müssten die beiden Macherinnen da doch etwas wählerischer sein, wenn sie einen Anspruch an Professionalität halten wollen.

Ebenso schwankt die Qualität der Artikel sehr. Geärgert habe ich mich zum Beispiel über ein Interview in der Ausgabe 16 mit Mark Benecke, das ganz offensichtlich per E-mail entstanden ist. Da hat sich die Redakteurin also nicht einmal die Mühe gemacht den Hörer in die Hand zu nehmen und persönlich die Fragen zu stellen und vor allem – so wichtig! – auf Antworten einzugehen und vielleicht noch einmal nachzuhaken. Das ist nicht schwer, kostet nicht mehr Geld oder Aufwand und sollte trotz knappem Budget und selbst gemachter Zeitschrift der Mindeststandard sein. Vielleicht sehe ich das etwas kritischer, weil ich selbst schon einige Jahre journalistisch arbeite, aber ich denke, das wird nicht nur mir auffallen.

Insgesamt eine super Idee, aber leider doch eine noch etwas mangelhafte Umsetzung.

Und weil es dieses interessante Heft auch noch für Jungs gibt – dann aber nicht etwa Mädchen-Heft, sondern Giddy-Heft genannt – habe ich einen Freund gebeten sich das Ganze mal anzuschauen und seinen Senf abzugeben. Seine Meinung (die an dieser Stelle in Zukunft hoffentlich öfter mal zu Wort kommt) könnt ihr in ein paar Tagen an dieser Stelle lesen.

Und gerade noch gesehen: Für 9 Euro gibt’s einen Kalender für 2015 zu kaufen – sowohl für Mädels als auch fürs Jungs. Vielleicht ein passendes Weihnachtsgeschenk für einen guten Freund/gute Freundin oder einfach für’s WG-Wohnzimmer? Ich kann mich da noch nicht entscheiden. Leider sieht man nämlich auch jeweils nur ein einziges Bild.

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