Frauen – Bilder

Der Horror wohl jeder, die schon mal Nacktfotos von sich hat machen lassen; die Bilder irgendwann im Internet, offen und frei zugänglich für jedermann, wieder zu finden (vielleicht auch eines jeden, obwohl ich das eher für den selteneren Fall halte). Der Schwedin Emma Holten ist das passiert. An einem Tag im Oktober vor drei Jahren bekam sie Nachrichten von fremden Männern mit Bildern von ihr, aufgenommen im Privaten, von Exfreunden. Bilder die für zwei Menschen gedacht waren, nicht für eine Internetcommunity. Bilder die mit Einverständnis entstanden sind, aber ohne Einverständnis veröffentlicht wurden.

Fragen, ob ihre Eltern wüssten, dass sie eine Schlampe sei, ob sie gefeuert wurde und Aufforderungen mehr Bilder zu schicken waren in den Nachrichten. Sie wurde zum Objekt fremder Männer, sie hatte die Kontrolle verloren und war zum gefundenen Fressen für Männer unterschiedlichster Herkunft geworden.

„I was a fallen woman, anyone’s game. What was I aside from a whore who had got what she deserved?“

Emma entschied sich für einen Weg aus der Machtlosigkeit, schrieb ihre Geschichte für HYSTERIA auf und wagte mit der Photographin Cecilie Bødker den Versuch neuer Bilder, die diesmal mit ihrer Zustimmung veröffentlicht werden sollten. Es sind Bilder entstanden, die sie nicht mehr nur als Lustobjekt zeigen, sondern als Mensch, als Mensch mit Sexualität und Körper. Es sind schöne Bilder – mutig und ruhig.

Hier könnt ihr selbst lesen, was Emma darüber schreibt, wie es ihr in der Zeit nach der Veröffentlichung der ungewollten Bilder ging (auf Englisch).

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