Rache ist – scheiße.

„Rachepornos“ – allein schon traurig, dass es dafür ein eigenes Wort gibt (bzw. geben muss „because it’s a thing!“). Schlimmer noch, dass es so ein unpassendes ist: Das Wort Rache lässt vermuten, dass es eine Schuld bei dem- oder derjenigen gibt, der/die Ziel eben jener Rache ist. Es impliziert, wer Opfer eines Rachepornos ist, ist jemand, an dem sich gerecht wird – vielleicht sogar werden darf?

Genau dieses Schuldgefühl und die Stigmatisierung sind es, was den Betroffenen (im Übrigen zu 90 Prozent Frauen – surprise!) zu schaffen macht: Das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben. Wie auch bei anderen Formen von sexueller Gewalt – und nichts anderes ist es, wenn von einer Person gegen ihren Willen und ohne Zustimmung explizite Bilder ins Internet gestellt werden – fällt es den Opfern oftmals schwer die Tat zu benennen. Allein solche Fotos gemacht zu haben ist ja schon Frevel genug!

Dass intime Fotos, die mit gegenseitigem Einverständnis entstanden sind, nicht nur Zeugnis von Leidenschaft, sondern auch tiefem Vertrauen sein können, ist noch weit davon entfernt, gesellschaftlich anerkannt zu sein. Umso wichtiger, dass Vice Broadly Frauen zu Wort kommen lässt, die selbst Opfer dieser Form des Missbrauchs geworden sind und nun offen darüber reden.

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