Über den Anfang und das Ende von Begierde

In Beziehungen wollen wir am liebsten die eierlegende Wollmilchsau: Vertrautheit und Spannung, großartigen Sex und liebevolle Zuneigung, Freundschaft, Leidenschaft, Fürsorge und Sicherheit. Gar nicht so einfach – weder sich das permanent alles zu wünschen und schwerlich irgendwann zufrieden zu sein, noch das Gefühl zu haben der Partner/die Partnerin möchte all das von einem selbst.

Die belgische Psychotherapeuthin Esther Perel beschäftigt sieht guten Sex in einer Partnerschaft gefangen in einem Widerspruch: Auf der einen Seite das Bedürfnis nach Sicherheit, auf der anderen das nach Überraschung.

Feuer braucht Luft – und Begierde braucht Raum. Eigentlich wussten wir das implizit ja schon immer. Und vielleicht ist Zeit, sich einzugestehen, dass Egoismus (selfishness) – oder vielleicht nennen wir es besser Selbstliebe – wichtiger ist als sein Ruf. Jede*r, die schon einmal einen Orgasmus hatte, der in andere Spähren trägt, kennt die Essenz dafür eigentlich:

„The ability to stay connected to oneself in the presence of another.“

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