Schmankerl aus dem Web Nr. 3

Diesmal mit vielen starken Frauen.

– Liebeserklärungen an Frauen, die sie begeistern und inspirieren, sammeln die beiden Bloggerinnen Meg und Andrea in ihrem Blog „Got a girl crush“. Hat zwar nur bedingt mit Erotik zu tun. Aber auf mich haben starke und selbstbewusste Frauen immer eine enorme Anziehungskraft – auch wenn ich nicht lesbisch bin. Und ich glaube, wer selbstbewusst ist, weiß was er mag und hat keine Scheu das auch zu sagen.

– Weiblichkeit ist keine Frage des Alters. Die 86-jährige Baddie Winkle ist dafür ein Beweis. Die Urgroßmutter hat Twitter für sich entdeckt. Ihr Motto: „Stealing your man since 1928.“

– Auch wenn ich viel über den Genuss von Erotik, dem Mann- und Frausein schreibe, ist es wichtig, sich ab und zu in den Kopf zu rufen, wie fragil diese Unbeschwertheit ist. In ihrem Blog „Wenige Sekunden“ schreibt eine junge Journalistin anonym darüber, wie sich von einem Mann überwältigt wurde. Er schaffte es nicht sie zu vergewaltigen. Ihre Schreie haben ihn verjagt. Das war ihr Glück. Ihr Leben hat er trotzdem schwerer gemacht – das Gefühl von Sicherheit ist angeknackst. Das Schreiben hilft ihr zu verarbeiten. Damit bricht sie auch die Mauer des Schweigens, die viele Frauen, die etwas derartiges erleben, oft um sich aufbauen.

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Alles nur gespielt

Auf der Kinoleindwand sieht Sex meistens unheimlich erotisch aus. Das in Wahrheit harte Arbeit und eine ordentliche Prise Humor dazugehört, kann man sich eigentlich denken. Ich hab trotzdem immer gedacht, dass es zwischen den Schauspielern beim Dreh mächtig geknistert haben muss, wenn eine Szene im Film besonders erotisch war.

Das Video zeigt, wie eine Sex-Szene im Film Stretch (den Trailer gibt’s hier) entstanden ist – natürlich mit Kunstschweiß.

Masturbations-App für Frauen – Viel Spaß beim Spielen!

Eine kleine, niedliche, grinsende Vulva – auf den ersten Blick würde man sie wahrscheinlich gar nicht als solche erkennen, sondern viel mehr für ein Anime-Tierchen oder dergleichen halten. Ihr Name ist Happy und sie ist das Maskottchen von HappyPlayTime, einer Masturbations-App für Frauen. Gibt’s ja gar nicht? Stimmt. Noch ist das Ganze in der Beta-Phase – Online erhält man, wenn man sich registriert hat, aber schon jetzt einen Einblick.

Nach eigener Aussage wollen die Macher der App mit dem Stigma rund um die weibliche Masturbation aufräumen und Frauen zur Selbstliebe animieren. Spielend Lernen. Was bei Kindern funktioniert, soll auch junge Frauen, hm ja, anregen. In kurzen Spielen von 60 Sekunden soll Happy mit kreisenden Bewegungen und dergleichen glücklich gemacht werden. Die erfolgreiche Spielerin erhält dann nach und nach mehr Artikel mit Wissenswertem rund um ihre beste Freundin.

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Eine witzige Idee. Ich bin gespannt, inwiefern sie tatsächlich dazu beitragen kann, Frauen und Mädchen zu helfen die Scheu zu überwinden mit sich selbst zu spielen und sich zu entdecken. Dass aber vor allem junge Mädchen, die ihren Körper gerade erst kennenlernen und wissbegierig sind, was so alles in ihnen vor sich geht und verstehen wollen, was es mit Vagina, Klitoris und Co. zu tun hat, Freude an dieser App haben werden, kann ich mir gut vorstellen. Das niedliche Design in Bonbon-Farben – sweeeet! – lässt den Gedanken gar nicht erst zu, dass es sich dabei um etwas „Verbotenes“ oder Schmuddeliges handeln könnte.

Ich frage mich allerdings, wieso sich die App in erster Linie an weibliches Publikum richtet. Auch Jungs, die mit all dem noch ein bisschen überfordert sind, können so vielleicht die Scheu verlieren. Aber klar – hier geht es ja in erster Linie um Masturbation und den eigenen Körper kennen zu lernen. Da haben Männer und Jungs erstmal nichts zu suchen.

Klar ist auch, dass weniger Frauen als man gemeinhin denken würde, selbst Hand anlegen. In meinem Freundeskreis hatte ich zwei Mädels Anfang 20, die davon nicht so recht überzeugt waren. Vielleicht ist bei Frauen der Drang nicht so häufig da, wie bei Männern. Ein Unterschied, der mir jedenfalls selbst schon oft aufgefallen ist: Je mehr Sex ich habe, desto mehr Sex will ich, desto häufiger denke ich daran. Wenn ich eine Weile keinen hatte, dann ist das irgendwann auch nicht mehr so schlimm. Ich habe dann nicht ansatzweise das Gefühl, dass ich jeden Tag masturbieren müsste. Bislang habe ich aber noch keinen Kerl getroffen, dem das auch nur im Geringsten ähnlich ginge. Andere Mädels dagegen schon.

Aber zurück zu App und zur weiblichen Masturbation. Ein weiterer Faktor, der zu oft unterschätzt wird und der eigentlich jedem jungen Mädchen mit auf den Weg gegeben sollte: Den ersten Orgasmus erleben die meisten Frauen bei der Masturbation. Keiner schaut zu, man kann einfach mal ausprobieren ohne irgendwelche Erwartungen – außer vielleicht die eigenen – erfüllen zu wollen. Entspannen geht so viel einfacher.

In diesem Sinne hilft die App vielleicht ja sogar einigen Frauen, die sich damit bislang schwer taten.

Soft Tampons gegen blutverschmierte Laken? – Eher nicht.

Auf Sex zu verzichten, weil ich meine Tage habe? Nö, danke. Wieso auch? Das habe ich eigentlich immer so gehandhabt. Wahrscheinlich hatte ich da aber auch Glück mit meinen jeweiligen Partnern. Bislang war das für keinen ein Problem. Mal abgesehen davon, dass ich keine Lust hätte eine Woche oder fünf Tage auf Sex zu verzichten, soll frau sogar davon profitieren. Eigentlich ganz logisch: Während der Periode ist die Vagina stärker durchblutet als sonst. Das wiederum steigert das Empfinden und so angeblich auch die Orgasmusfähigkeit. Ob das so nun stimmt, konnte ich bislang nicht so richtig feststellen. Hinderlich an meiner Lust ist es in jedem Fall aber nicht.

Wieso doch einige Paare darauf verzichten kann ich nur bedingt nachvollziehen. Klar, wenn man sich in dem Moment in seinem Körper nicht wohl fühlen oder sogar vor dem Blut ekeln würde, hat auch Sex keinen Zweck. Guter Sex und sich unbehaglich fühlen passt einfach nicht zusammen. Aus dem Grund käme es für mich auch nicht in Frage während meiner Regel oral befriedigt zu werden. Ich möchte ja selbst auch kein Blut im Mund haben und will mir währenddessen auch keine Vorstellungen über Geschmack, Geruch etc. machen müssen. Einfach nein. Aber beim normalen Sex stört mich das nicht.

Das einzige, was tatsächlich etwas blöd ist, sind blutverschmierte Laken. Die Waschmittel, die es heute so gibt, bekommen zwar allerhand Flecken wieder raus – auch Blut. Aber nun dauern die Regel ja leider nicht nur einen, sondern mehrere Tage an. Tägliches Lakenwechseln könnte man natürlich auch als Bettsport verstehen, törnt mich persönlich aber nicht ganz so an.

Im Internet stieß ich dann auf Soft Tampons. Tampons ohne Schnur, die stört oder raushängt. Super, dachte ich. Keine Flecken. Und habe es ausprobiert. Mit einem Tampon haben die Dinger auf den ersten Blick wenig gemein. Viel mehr haben sie mich an Schminkschwämme erinnert. Ja genau, solche mit denen man als Kind auf irgendwelchen Festen weiß, blau oder grün angemalt wird. Form, Farbe, Material – ein einfacher Schwamm aus Schaumstoff. Natürlich hygienisch verpackt. Den Preis von etwa 15 Euro für acht Stück verstehe ich da nicht so ganz. Aber gut.

Das Einführen ist erst einmal etwas merkwürdig, da etwas ruppiger von der Oberfläche als eben ein normaler Tampon, funktioniert aber ganz gut. Die Oberfläche hingegen stellte sich als problematisch raus. Nach dem Sex fragte ich meinen Freund. Das Urteil: Auch er merkte die raue Struktur – nicht so angenehm. Tja, schade. Das hatte ich mir anders vorgestellt und erhofft.

In dem Fall ist mein Fazit: Lieber einmal mehr das Laken wechseln als die Lust eintauschen.

In diesem Sinne muss guter Sex manchmal vielleicht auch ein bisschen schmutzig sein.

Schmankerl aus dem Web – Nr. 2

  1. In letzter Zeit wurden immer wieder Nacktfotos von Promis geleakt. Die Künstler vom Projekt UNfappening begegnen der Schaulust mit einem coolen Projekt und jeder Menge Witz: Kreativ werden blanke Busen und entblößte Popos mit Kunst bedeckt (siehe Beitragsbild). Wer mehr – oder eben weniger mehr – sehen will, gelangt hier zur Website.
  2. Bubble Porn hingegen lässt Menschen nackt aussehen, die es gar nicht sind. Auf YouTube finden sich einige Videos, die zeigen, wie leicht sich unser Gehirn austricksen lässt – und wie schnell wir auch dort Sex sehen, wo gar keiner ist. Einfach ein bisschen Farbe über eine Frau im Bikini und schwupps ist sie nackt. Funktioniert nicht? Schaut’s euch selbst an.
  3. „This is the woman I want to enter my balls in for the rest of my life.“ – Interessante Liebeserklärung. Ein Pärchen erzählt davon, wie es sich kennen und lieben – äh ficken – gelernt hat. Ein grandiose Parodie auf Pärchen, die über ihre Liebe schwadronieren gibt’s hier.

In diesem Sinne viel Spaß beim Anschauen!

Quelle Beitragsbild: http://www.theunfappening.com

Ergänzung zum vorherigen Beitrag: Tabuthema Dominanz

Das Spannungsverhältnis zwischen Gleichberechtigung im Alltag einerseits und Hingabe und Dominanz im Schlafzimmer andererseits haben momentan wohl mehrere Medien für sich entdeckt. Das ZEITmagazin Online veröffentlichte gestern ein Interview mit dem Paartherapeuten und Sexualforscher Ulrich Clement. Darin versucht Clement die Asymmetrie zu erklären, die entsteht, wenn wir uns im Schlafzimmer von jemandem dominieren lassen wollen, das aber ansonsten nicht in unser gleichwertiges Partnerbild passe.

Dass sich Frauen im Schlafzimmer gerne einmal hingeben und sogar Vergewaltigungs- oder Gewaltphantasien haben, sei, so Clement, schon länger bekannt. Eine Prise Angst gehöre natürlich zu dieser Art sexueller Vorstellung. Der entscheidende Punkt sei aber, dass die Frau in ihrer Fantasie die Autorin und Regisseurin dessen sei, was geschehe. In ihrem Kopf könne sie den Mann wie eine Marionette führen und ihn gedanklich über sie herfallen lassen.

ZEITmagazin ONLINE: Sie sagten eben, dass das Thema Vergewaltigungsfantasien in der Sexualforschung aktuell sehr diskutiert wird. Warum?

Clement: Man weiß schon lange, dass es solche Gewaltfantasien gibt und wie häufig sie vorkommen. Man hat sie nur nicht richtig verstanden. Die Sexualforscherin Marta Meana sagt, wir haben uns darin geirrt, Frauen immer als Wesen zu betrachten, die ausschließlich an der Beziehung interessiert sind. Frauen sind viel narzisstischer, als sie zugeben. Sie wollen eigentlich großartig gefunden und begehrt werden. Deshalb denken sie sich Fantasien aus, in denen alle Blicke auf sie gerichtet sind.

ZEITmagazin ONLINE: Das klingt so schlüssig, dass man sich fragt, warum die Forscher nicht früher auf diese Erklärung gekommen sind. Passte sie nicht ins Frauenbild?

Clement: Sexualforschungskolleginnen sagen, dass sie jahrelang das Bild einer Frau zur Referenz genommen haben, die autonom über ihre Sexualität verfügt und sagt, wann sie Lust hat, und sich dann auf einen Mann einlässt oder einen verführt. Das ist ein sehr feministisch inspiriertes Bild. Diese Sexualforscherinnen verstehen jetzt, das sie selbst einem politisch motivierten blinden Fleck aufgesessen sind: Sie haben gedacht, Begierde würde bedeuten, sich dem Mann und seinem männlichen Blick zu unterwerfen. Sie haben übersehen, dass es auch ein eigenes Bedürfnis der – ansonsten autonomen, starken – Frauen gibt, und zwar das Bedürfnis, begehrt zu werden. Das hatten viele Sexualforscherinnen sich bisher verboten zu sehen, weil es nicht in ihr Frauenbild passte.

Zum gesamten Interview geht’s hier.

Wirkt sich Gleichberechtigung negativ auf unser Sexualleben aus?

Diese Frage stelle nicht ich, sondern unlängst erst der Stern. Vor rund einem halben Jahre wartete die New York Times schon mit einem Artikel ähnlichen Tenors auf – Und war damit die Initialzündung für meinen Blog. Sehr verkürzt zusammen gefasst erzählt die Autorin des NYT-Artikels davon, wie sich ein gleichberechtigter Ehe-Alltag negativ auf das Sexualleben auswirke. Und negativ ist hier erst einmal nur quantitativ zu verstehen, sprich die Paare hätten anderthalbmal weniger Sex (was die Frage nach der Qualität natürlich überhaupt gar nicht berücksichtigt und auch nicht wirklich versucht wird zu klären).

Als Beispiel nennt die Autorin, die auch als Sexualtherapeutin arbeitet, ein Paar, dass die Aufgabenverteilung in der Ehe gleichberechtigter gestalten wollte. Im Klartext: Er saugt und putzt auch mal. Beide waren danach glücklicher in ihrer Beziehung zueinander – nur leider nicht im Schlafzimmer. Wenn er wie sonst verschwitzt vom Sport ins Schlafzimmer kam, dachte sie nicht daran ihm die Kleider vom Leib zu reißen, sondern dass er noch immer nicht Staub gesaugt hatte.

Ein guter Freund schickte mir damals den Artikel. Ich bekam mich beim Lesen gar nicht mehr ein. So viel Unsinn hatte ich lange nicht gelesen. Auch wenn in dem Artikel viele interessante und mit Sicherheit auch richtige Dinge angesprochen werden, übersieht die Autorin meines Erachtens nach, dass das Problem so einfach nicht zu erklären ist (auch wenn ihr Ansatz überhaupt nicht schnell erklärt ist, immerhin holt sie ganz schön aus für ihren Artikel).

Meine spontane Reaktion auf den Artikel – und die Antworten meines Kumpels – war damals folgende:

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Nachdem ich den Artikel jetzt noch einmal gelesen habe, bleibe ich dabei. Das Problem ist nicht per se einer der Gleichberechtigung. Es ist viel mehr eines der mangelnden Abgrenzung. Ich kann mir genauso gut vorstellen, dass Paare, die zusammen arbeiten (ob nun auf gleicher Position oder nicht), ähnliches erleben. Wo immer Verantwortung geteilt wird, wird die Zärtlichkeit weniger – das ist in Freundschaften, WGs und vor allem wohl Familien so.

 Und auch wenn der aktuelle Stern-Artikel zum Thema nicht wirklich gut, ziemlich platt und ein Abklatsch des Artikels der NY Times ist (man beachte das Bild zum Text), stimme ich folgender Aussage doch zu: „David Schnarch stellt seit Jahrzehnten klinische Studien mit Paaren an. Er empfiehlt vor allem Autonomie, wenn eine Liebesbeziehung ihren erotischen Reiz bewahren soll. In alte Rollenklischees müssen Männer und Frauen deshalb nicht zurückfallen. „Differenzierung“ ist das Zauberwort (…).“ Damit wir füreinander interessant sein können und bleiben, müssen wir uns gegenseitig bewundern können. Zumindest geht mir das so.

Denn Gleichberechtigung heißt ja eben nicht gleich sein.

In diesem Sinne; mehr Gleichberechtigung und weniger Gleichheit!

Sex als Ausdruck von Einsamkeit

Jeden Tag mit einem anderen Mann schlafen, ein Jahr lang. Das ist das Kunstprojekt des 26-jährigen Russen Mischa Badasyan. Es ist ein Projekt das provoziert. Vergangene Woche konnte man in den großen Nachrichtenportalen darüber lesen und die Meinungen dazu sind – wie zu erwarten – sehr gespalten. Die einen beschweren sich darüber, dass eine Stiftung, wie die Heinrich-Böll-Stiftung, so ein Projekt finanziert andere sehen begeistert von dem Mut.

In einem Interview mit Welt-Online erzählt Badasyan, der seit sechs Jahren in Deutschland lebt, sein Projekt handle in erster Linie von Einsamkeit. Er selbst habe noch nie einen festen Freund gehabt. Für ihn sei Sex auch ein Ausdruck von Einsamkeit. Menschen, die viel Sex hätten, seien nicht per se einsam. Wenn man zu zweit und in einer festen Partnerschaft sei genieße man zu zweit. Wenn man viel Sex mit vielen verschiedenen Menschen hat, ist man letztlich doch allein. Er sagt: „In dem Moment des Aktes hat man zwar Spaß und ist erregt, aber danach ging es mir persönlich oft schlecht. Ich habe lange geweint, weil mir von diesem kurzen Moment nichts mehr blieb.“

Ich möchte das einfach mal so im Raum stehen lassen.Hier geht’s zum Interview für alle, die mehr wissen wollen.

Endlich! Ein Erotikmagazin für Frauen

Vor rund einem Monat  (ja, so lang hab ich schon nichts geschrieben. Es tut mir Leid, die arme Studentin muss Klausuren schreiben..) habe ich ein neues Magazin entdeckt: „Separée – Das Magazin für weibliche Lust„. Endlich gibt es eines! Ein Erotikmagazin für Frauen, mit einem gewissen Anspruch und ästhetischem Design. Musste ich mir natürlich sofort kaufen um zu schauen, ob es auch halten kann, was es verspricht – und vor allem, was ich mir erhoffe. Ich habe coolerweise direkt die erste Ausgabe erwischt. Am 6.6. (Ein Schelm wer hinter diesem Datum eine Anspielung vermutet!) erschien die Erstausgabe; vierteljährlich soll ein neues Heft erhältlich sein.

Zunächst zur Erscheinung: Die Titelseite (s. Foto) finde ich ganz ansprechend, auch wenn mich das Foto ein wenig stört. Ich finde, es lässt sich leicht erkennen, dass es sich dabei um ein Stockfoto handelt, das auch ansonsten keinen Bezug zum Inhalt hat. Schade eigentlich. Im Heft selbst ist mir das leider auch noch zwei Mal aufgefallen. Aber darüber kann man – gerade bei sicherlich begrenztem Budget für so eine erste Ausgabe – hinweg sehen. Zumal Separée inhaltlich mit gut geschriebenen und inhaltlich breit gefächerten Artikeln überzeugen kann.

Im Endeffekt ist das Magazin ganz ähnlich aufgebaut wie andere Frauenmagazine, besticht aber durch tatsächliche Inhalte (meine Meinung zu 08/15-Frauenzeitschriften fällt in aller Regel verheerend aus, aber da will ich mich an dieser Stelle lieber nicht zu auslassen): Interview, Kolumnen, Shopping-, Film- und Buchtipps, sowie  Kommentare und Fotostrecken. Nur, dass eben alles mehr oder minder mit dem Thema Erotik und Weiblichkeit zu tun hat. 

Besonders gut gefallen mir das Interview mit einem Pornodarsteller, ein Beitrag über die Geschichte des Büstenhalters, ein interessanter Pro und Kontra zur weiblichen Schambehaarung – und vor allem die Fotostrecken. Zwei davon sehr kunstvoll und einfach schön anzusehen. Nichts wovon ich sofort angetörnt werde, einfach nur schön und ästhetisch. Und natürlich gibt es auch eine Fotostrecke mit einem hübschen Mann – nicht mehr ganz jung, aber tolle Figur und auch hier wieder einfach gut gestaltete Fotos: Ein nackter Mann am Werkeln. Sehr männlich. 

Der Preis ist mit 3,90€ für das erste Magazin mehr als in Ordnung. In der Regel muss man für ein gutes Magazin ein paar Euro mehr zahlen. Es ist natürlich nicht gesagt, dass es bei diesem Einstiegspreis bleibt, aber wer noch bis Ende Juli ein Abo abschließt, hat sich mit 15 Euro den Preis für die ersten vier Ausgaben gesichert. Danach wären es fünf Euro pro Ausgabe und immer noch ein guter Preis. 

Ich bin in jedem Fall gespannt auf die nächste Ausgabe. 

In diesem Sinne; fröhliches Schmökern und Entdecken.